Optimierungsmasnahmen im BHKW Hall in Tirol


Hier können Sie die Optimierungsmaßnahmen vom BHKW Hall in Tirol nachlesen welche bisher umgesetzt wurden bzw. noch werden.

Es gibt 3 Teilbeschreibungen. Hier können Sie den ersten Teil nachlesen.

Teilbeschreibung 1: Wärmeauskoppelung zu Tigas Wärmeschiene.


Beteiligte Firmen:

Hall AG:

Auftraggeber und ausführende Firma für die Elektroinstallation.
http://www.hall.ag


Zauner Anlagenbau:

Ausführende Firma für die komplette Verrohrung, Montage und Isolierung der nachstehend beschrieben Anlagen.
http://www.zaunergroup.com


Haim Technologies GmbH:

Komplette Maschinentechnische Planung und Bauüberwachung.
Ausführende Firma für die Lieferung und Planung der Regeltechnik, sowie erstellen der Steuerungssoftware samt Visualisierung.
http://www.haitech.at



Nach 6 monatiger Planungs- und Bauzeit wird gerade die Wärmeauskoppelung des BHKW Hall in Tirol zur Tigas Wärmeschiene in Betrieb gesetzt.

Im Zuge der Optimierungsmaßnahmen des BHKW Hall in Tirol wurde im Herbst 2011 der Entschluss gefasst, eine Wärmeauskoppelung zur Tigas Wärmeschiene welche von Wattens bis Innsbruck führt zu realisieren. Die Wärmeauskoppelung eigentlich eine große Wärmeübergabestation kann in zwei Richtungen gefahren werden. Bei der Fahrweiße 1 wird Wärme in das Tigas Wärmenetz Netz abgegeben und bei der Fahrweiße 2 wird Wärme aus dem Tigas Wärmenetz bezogen.

Durch den Wärmebezug aus den Tigas Wärmeschiene ist es nun möglich, die Laufzeit der Gasbefeuerten Spitzenlast bzw. Ausfallskessel auf ein Minimum zu reduzieren.

Durch die Wärmeabgabe in das Tigas Wärmenetz ist es nun möglich, in den Sommermonaten bzw. in der Übergangszeit gezielt Wärme abzugeben. Dadurch wird die bisher sehr komplexe und komplizierte Wärmeaufteilung welche für eine kontinuierliche Stromproduktion des BHKW Hall notwendig ist, vereinfacht. Ebenso kann dadurch die Stromproduktion in den Sommermonaten etwas erhöht werden.

Bei der Planung der Wärmeauskoppelung mussten die engen Platzverhältnisse im Pumpenraum 2 (siehe Bild) berücksichtigt werden bzw. stellte dies eine nicht zu geringe Herausforderung für alle Beteiligten dar. Es musste in das bestehende System der BHKW Anlage 3-mal eingebunden werden und dies mit Leitungen der Größe Dn 300 bzw. Dn 250. Aufgrund des nicht mehr vorhandenen Platzes im Pumpenraum 2, musste die Wärmeauskoppelung im ehemaligen Lager untergebracht werden. Da nur eine Grundfläche mit ca. 3,50 x 3,70 zur Verfügung stand, war dies anhand der Leistung und Komplexität der Station nun die zweite große Herausforderung. Auf dieser eher bescheidenen Grundfläche wurde eine Übergabestation welche eine Leistung von bis zu 20 MW abgeben kann errichtet. Noch dazu kann die Station wie beschrieben in 2 Richtungen gefahren werden. Für die beidseitige Fahrweiße werden jedoch zu den Netzpumpen zusätzliche Komponenten wie automatische Umschaltorgane, ein weiterer Wärmezähler und ein weiterer Schmutzfänger notwendig. Aufgrund der Baugrößen bis zu Dn. 250 eine weitere Schwierigkeit bei diesen engen Platzverhältnissen alles unterzubringen, und noch dazu alles bediengerecht auszuführen. Auf ca. 13 m⊃2; entstand so eine der kleinsten Heizzentralen mit der auf die m⊃2; gerechneten größten Leistung (pro m⊃2; 1,5 MW) wie dies der Technischen Vorstand der Hall AG Herr DI. Mag Egger treffend festhielt.

Im Zuge der Planungsarbeiten für die Wärmeauskoppelung wurde auch die Möglichkeit untersucht die Verluste der bestehenden Trenntauscher Anlage zu eliminieren. Als das BHKW 2004 gebaut wurde waren zwei Trenntauscher vorgesehen. Die Trenntauscher entkoppeln das Fernwärmenetz vom Kesselhaus. Dadurch wurden zwei unterschiedliche Druckstufen realisiert. Der Nachteil von einer solchen Anlage sind natürlich die Wärmeverluste bzw. ist es nie möglich die Temperatur vom Rücklauf Netz 1:1 auf den Rücklauf der Kesselanlage bzw. den Vorlauf vom Kesselhaus auf den Vorlauf vom Netz weiterzugeben. Beim BHKW Hall in Tirol ist bzw. war dies insbesondere für die Stromproduktion von großen Nachteil. Auf Grund der Auslegung der Trenntauscher Anlage ist bzw. war der Rücklauf immer um 5 -7 °C höher. Ebenso konnte das Netz nur mit viel Mühe bzw. mit erhöhtem Energieeinsatz auf 95 – 100 °C gebracht werden.

Um diese störenden Faktoren zu beseitigen wurde eine spezielle Druckreduzierstation konstruiert welche ohne Trenntauscher auskommt. (siehe Bild)

Weiter im 2 Teil welcher in kürze nachgetragen wird.